Das Hundertmilliarden Euro-Geschäft mit dem Krebs

Holger Strohm arbeitet zur Zeit an einem neuen Buch: „Ich habe Krebs – was nun?
Ein Krebs- Ratgeber“. Nachdem er die die Unbedenklichkeitsbeteuerungen der Atom-
und Genindustrie widerlegte, ist jetzt das Milliardengeschäft der Krebsindustrie dran,
und wie man sinnvoll mit der Krankheit umgeht.

Hierzu erste Überlegungen:
von Dr. Holger Strohm

DAS HUNDERTMILLIARDEN EURO-GESCHÄFT MIT DEM KREBS

so nannte es das „Deutsche Ärzteblatt“. 2014 wurden rund 100 Milliarden für Krebsmedikamente
ausgegeben. Für 2018 rechnet man mit 140 Milliarden. Angesichts von Jahrestherapiekosten von
100.000 Euro summieren sich schnell Kosten von einer halben Million pro Patient. 1 Und die
Krebsfälle und Kosten steigen jedes Jahr um zehn Prozent. Das weckt Behrlichkeiten. Die
Arzneikonzerne erwirtschaften mit Krebsmitteln erheblich mehr Gewinn, als sie in die Forschung
investieren. Oft werden kaum veränderte Wirkstoffe zu hundertfachem Preis auf den Markt
gebracht, obgleich sie nicht wirksamer als ihre Vorgänger sind. Professor Karl Lauterbach,
Gesundheitsexperte der SPD, spricht von Gewinnspannen bis zu 50 Prozent bei zweifelhaften
Nutzen, da die Medikamente das Leben der Patienten kaum verlängern. „Zu Heilungen kommt es
fast nie, weil sich gegen diese Medikamente meist nach kurzer Zeit Resistenzen bilden; der Tumor
kommt dann oft umso stärker zurück.“ 2 Als größter Kostenfaktor schlägt das Marketing zu Buche,
schreibt das „Deutsche Ärzteblatt“. 3 In den USA investiert die Pharmaindustrie in jeden Arzt
jährlich rund 30.000 Dollar. Sie finanzieren auch die medizinischen Fachschriften durch Werbung,
an denen sich die Ärzte orientieren. Bei entsprechend positiven Berichten über ihre Medikamente,
unterstützen sie Nachdruckverkäufe mit Hunderttausenden Dollar. Die Schweizer Pharmaindustrie
hat 2015 140 Millionen Franken an Ärzte- und Gesundheitsorganisatioen gezahlt, die die
Richtlinien für Behandlungen festlegen. 4 Zudem hat sie Hunderte Geheimverträge mit
Universitäten abgeschlossen, die die Pharmaindustrie viele Millionen kosten. So sponsert der
Parmakonzern Merck das Krebsforschungslabor der Hochschule Lausanne mit 12,5 Millionen
Franken. Dafür erhält er das Recht Forschungsergebnisse, auch im Nachherein, nach Belieben zu
verändern. 5 Die Pharmaindustrie verwöhnte auch 3000 Chefärzte und Oberärzte aus dem
deutschsprachigen Raum auf dem Krebskongress in Basel, also diejenigen, die entscheiden, welche
Medikamente verschrieben werden, und die dafür mit fünfstelligen Beträgen belohnt wurden. 6
Zusammen mit einigen Großkonzernen und einer Handvoll amerikanischer Spitzenuniversitäten
diktieren sie den Einsatz und die Preise für neue Krebsmedikamente. Der oben zitierte Professor
Lauterbach warnt in seinem Buch „Die Krebsindustrie – wie eine Krankheit Deutschland erobert“,
dass diese Raubindustrie, in Zukunft mit dem Leid der Krebspatienten, die Gesundheitssysteme
sprengen wird. 7

„Eine Geschäftsethik findet man in der Pharmaindustrie nirgendwo.
Es geht nur um Geld, Politik, Macht und Kontrolle.“

Mike Adams (amerikanischer Onkologe (Krebsarzt))

1 . Osterloh, F.: Arzneimittel: Einmal grün, zwölf Mal rot. Deutsches Ärzteblatt, 18.Sept.2015, S.A1495;
2 . Lauterbach, K.: Die Sünden der Konzerne. Hamburg, Der Spiegel, 22.Aug.2015, S.110;
3 . Korzillus, H. et al.: Preise müssen sich an Nutzen orientieren. Deutsches Ärzteblatt, 6.Juni 2016, S.A1070-1073;
4 . Ärzte-Verbände kassieren Geld von Pharma-Unternehmen. ExpressZeitung, 1.Nov.2016, S.36;
5 . Lassen sich Universitäten von der Wirtschaft kaufen? ExpressZeitung, 1.Nov.2016, S.36;
6 . Das Milliardengeschäft mit dem Krebs. ExpressZeitung, 1.Nov.2016, S.35;
7 . Lauterbach, K.: Die Krebsindustrie - wie eine Krankheit Deutschland erobert. Berlin, Rowohlt Verlag, 2015;

Im Februar 2002 deckte das „Journal of the American Medical Association“ auf, dass 87 Prozent
der Ärzte, die die verbindlichen nationalen Richtlinien zur Behandlungen von Krankheiten
festlegen, mit der Pharmaindustrie finanziell verbunden sind. Diese Richtlinien, also Operationen,
Bestrahlungen und Chemotherapien, die von dem „National Cancer Institute“ vorgeschrieben
werden, gelten auch im deutschsprachigen Raum. Sie werden in Krankenhäusern vom „Cancer
Board“ umgesetzt. Wer sich nicht an diese Richtlinien hält, riskiert den Verlust seiner Approbation
oder gar Gefängnis, wenn er z.B. alternative Krebsbehandlungen empfiehlt, seien sie auch noch so
sinnvoll und wissenschaftlich belegt. Daniel Haley, US-Abgeordneter, der sein Leben der
Gesundheitspolitik widmete, beschreibt in seinem Buch „The Suppression and Manipulation of
American Medicine“ unzählige Beispiele wie von Regierungsbehörden sinnvolle
Krebsbehandlungen behindert und unterdrückt und Ärzte systematisch diffamiert und bekämpft
werden, wenn sie sich nicht an die Vorgaben halten. 8 Dr. Marcia Angell war 20 Jahre lang
Redakteurin der angesehenen medizinischen Fachzeitschrift „New England Journal of Medicine“.
Im Juli 2004 wagte sie es, in einem Artikel „The Truth about the Drug Companies“, einen
Generalangriff gegen zehn Pharmariesen zu veröffentlichen, die höhere Gewinne erzielen als die
500 größten Firmen der USA. Sie stellte fest, die Marketingmaschine dieser Großkonzerne verkaufe
Medikamente mit zweifelhaften Nutzen zu Mondpreisen. Zudem habe sie sich die Politik, die
Behörden, die medizinischen Vereinigungen, Fachzeitschriften, Universitäten, die medizinische
Ausbildung und Krankenhäusern mit hohen Bestechungsgeldern gefügig gemacht. 9

Bei den herkömmlichen Krebsbehandlungen geht es häufig um Profit und nicht um Heilung.
Krankenhäuser drängen Krebspatienten zur Chemo- und Strahlentherapie, denn ohne diese lukrative
Einnahmequelle könnten viele private Kliniken finanziell nicht überleben. Aber auch dreister
Betrug ist an der Tagesordnung. So verkaufte ein Apotheker aus Bottrop, in 62.000 Fällen anstatt
teurer Krebsmedikamente Kochsalzlösungen. Das „Hamburger Abendblatt“ kommentierte: „Der
errechnete Schaden von 56 Millionen Euro bezieht sich laut Anklage allein auf gesetzliche
Krankenkassen. Mehr als 10.000 Fälle, die mit privaten Versicherungen abgerechnet wurden, seien
gar nicht erst berücksichtigt worden.“ 10 Noch schlimmer, den Krankenkassen ist es nur recht, wenn
sie betrogen werden. Ärzte werfen den Kassen vor, sie zu drängen, dramatische und kostenreiche
Diagnosen zu fällen. Systematisch sollen normale Patienten zu Schwerkranken „hochgejazzt
werden“ kritisiert das „Hamburger Abendblatt“. Und auch die „Politik hat es so gewollt,... dass sich
wenige Clevere am Milliardentopf Gesundheit schamlos bedienen.“ 11 Die deutschen
Krankenkassen sitzen auf 17 Milliarden Euro Rücklagen, die sie nicht zurückzahlen wollen. Sie
wollen stattdessen auf Grund der hohen Krebszahlen die Beiträge erhöhen. 12 Das Vorstandsmitglied
der DAK, Thomas Bodmer, legte die Karten auf den Tisch: „Der medizinische Fortschritt führt
dazu, dass sich die Kassenbeiträge erhöhen.“ 13 Hinzu kommt, dass die Krankenkassen „für
bestimmte schwerkranke Patienten deutlich mehr Geld aus den Solidarfonds bekommen, dem
>> Morbitätsorientierten Risikostrukturausgleich << (Morbi-RSA). Es kann sich also auszahlen, bei
manchen Diagnosen die schlimmstmöglichen Fälle dokumentieren zu lassen.“ 14

 Die Frage jedoch, inwieweit dass dem Patienten hilft und warum Krebs epidemisch geworden ist, wird verdrängt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg stiegen Krebserkrankungen immer schneller an und die Patienten
wurden immer jünger. Mittlerweile erkranken die Hälfte der Menschen in den Industrieländern an
Krebs und über die Hälfte von ihnen sterben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) prophezeite

8 . Haley, D.: Politics in Healing: The Suppression and Manipulation of American Medicine. Biomed Publishing
Group, US-South Lake Tahoe, 2000;
9 . Angell, M.: The Truth about the Drug Companies... Random House, US-New York, 2004;
10 . Süselbeck, K. et al.: Gestreckte Medikamente. Hamburger Abendblatt, 20.Juli 2017, S.26;
11 . Hamburger Ärzte werfen Krankenkassen Tricksereien vor & Ein Fehler im Kassensystem. Hamburger Abendblatt,
25.Juli 2017, S.1,2;
12 . Mihm, A.: Schwindelerregend. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.Aug.2017, S.15;
13 . Fuhr, C.: Können Ärzte bald Krebs heilen? Ärzte Zeitung, Internet, 13.Juni 2016;
14 . Rybarczyk, C.: Ärzte belasten Kassen schwer. Hamburger Abendblatt, 25.Juli 2017, S.14;

uns, dass in 20 bis 30 Jahren jeder an Krebs erkranken wird. Mir sagte der Direktor eines
Krebsinstituts eines großen Universitätshospitals, es gibt Hunderte verschiedene Krebsarten, die in
unendlich vielen Erscheinungsformen auftreten, jeder Mensch und jedes Immunsystem sei anders.
Und die Hälfte der Patienten stirbt, ganz gleich, was wir tun. Wir hatten Krebskranke, die ich als
geheilt ansah. Drei Monate später waren sie tot. Anderen hatte ich nur noch zwei Monate
zugebilligt. Sie leben immer noch – nach zwöf Jahren. Krebs ist ein großes Rätsel, und wir wissen
so gut wie gar nichts. Aber wir wissen, dass so genannte Kanzerogene - krebserzeugende
Substanzen - dabei eine Schlüsselrolle spielen, und mit ihnen werden wir regelrecht überflutet.
Daran gibt es keinen Zweifel. Bereits 1967 haben 14 US-Gesundheitsbehörden festgestellt, das
Krebs nur verringert werden kann, wenn auch die Kanzerogene in der Umwelt verringert werden. 15
Doch das Gegenteil ist geschehen. Radioaktivität ist der effektivste Krebserzeuger, den wir kennen
und die viele exotische Krebsfälle erzeugt. Vor Tschernobyl betrog der erlaubte Grenzwert in
Nahrungsmitteln 0,3 Becquerel pro Kg. Danach wurde er auf 500 und nach Fukushima auf 1350,
also insgesamt um das 4000fache erhöht. Was früher als gefährlicher Atommüll galt, der
entsprechend entsorgt werden musste, verkauft man uns heute als gesunde Nahrung! Hinzu
kommen viele verschwiegene Unfälle und der Normalbetrieb von Atomkraftwerken, die völlig legal
Trilliarden an Becquerel ausstoßen dürfen. Das hat Folgen stellt das „Deutsche Ärzteblatt“ fest.
Tschernobyl wurde zwar aus dem öffentlichen Bewusstsein verdrängt, doch die Krebszahlen
schießen hoch. Heute geht man von bis zu „842.000 zusätzlichen Krebserkrankungen aus, davon die
Hälfte mit tödlichem Ausgang“. 16 Dabei war Tschernobyl noch relativ harmlos im Vergleich zu
Fukushima, bei dem das Hundertfache an Strahlung frei wurde.

Ein weiteres Problem ist die chemische Landwirtschaft und Tausende von Chemikalien in unserer
Umwelt, die Krebs erzeugen. Lebensmittel werden nicht nur vergiftet, sondern auch denaturiert, da
das Bodenleben durch Glyphosat und andere Herbizide abgetötet wird. Aber nur Bodenbakterien
bringen Vitamine und Mineralien in die Pflanzen. Ihr Bestand hat sich um 80 Prozent verringert und
somit auch der gesunde Anteil in unserer Nahrung. Bei 14 europäischen Umweltministern wurden
25 chemische Substanzen im Blut festgestellt, die Krebs erzeugen. In den USA waren es sogar 148
Chemikalien. Alleine in den gängigen Kosmetikas in der EU befinden sich über 150 Kanzerogene.
Alle Nahrungsmittel, Konserven- und Getränkedosen sind mittlerweile in Plastik verpackt bzw.
damit von innen beschichtet, die Bisphenol A und Phathalate enthalten und die in die Lebensmittel
übergehen. Sie sind hochgiftig und verursachen Krebs. Die moderne Lebensführung macht krank,
das streiten nicht einmal Behörden ab. So stellte das chinesische Umweltministerium fest, dass die
Fälle von Lungenkrebs stark zugenommen hätten. „Als Grund schlossen die Forscher ausdrücklich
Rauchen aus und machten die Luftverschmutzung dafür verantwortlich.“ 17 Auch das Land Bhutan
ist hierfür ein gutes Beispiel. Der junge König hat Pestizide, MacDonalds, Burger King und
dergleichen in seinem Land verboten. In Bhutan existieren nur einige Dutzend Krebsfälle, bei denen
sich die Patienten zuvor im westlichen Ausland aufgehalten haben. Denn gesunde Nahrung und
Lebensführung, ausreichend Schlaf und Bewegung, aber auch psychisches Wohlbefinden sind für
ein intaktes Immunsystem unabdingbar. Und nur ein gut funktionierendes Immunsystem kann den
Krebs eingrenzen oder gar besiegen. Doch bei all diesen Vorraussetzungen mangelt es mehr und
mehr in unserer Gesellschaft. Damit bestätigt sich, was Boris Pasternak bereits in seinem Buch „Dr.
Schiwago“ feststellte: „Die Mehrzahl der Menschen ist heutzutage zu dauernder, bis zum System
perfektionierter Heuchelei gezwungen. Ohne Folgen für die Gesundheit kann man nicht Tag für
Tag genau das Gegenteil von dem tun, was man empfindet. Man kann sich nicht ständig
ungestraft vergewaltigen.“

15 . US Department of Health, Education and Welfare; Public Health Service; National Center for Air Pollution
Control et al.: The Effects of Air Pollution. Washington DC, 1967, S.2ff.;
16 . Rosen, A. et al.: 30 Jahre Leben mit Tschernobyl. Deutsches Ärzteblatt, 6.Mai 2016, S.A868,869;
17 . Chinas Kampf gegen den Smog stößt auf Widerstand. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2.Sept.2017, S.23;

„Man kann auf einem kranken Planeten nicht gesund leben.“
Michael Lerner (US-Onkologe)

Eine weitere Frage ist, inwieweit hilft die offiziell angewandte Krebsbehandlung – also Operationen
und Chemo- und Strahlentherapie? Die Bilanz ist niederschmetternd wie einige Zitate zeigen:

„Nach meiner Einschätzung muss das nationale Krebsprogramm
als eindeutiger Fehlschlag bewertet werden.“

John Bailer (Hrsg: des National Cancer Institute Journal)

„Jeder sollte wissen, dass der größte Teil der Krebsforschung Betrug ist.“
Linus Pauling (zweifacher Nobelpreisträger)

Es gibt keinen wissenschaftlichen Beweis, dass die meisten Chemotherapien das Leben der
Patienten, die an den üblichen Krebserkrankungen leiden, verlängern.“

Ulrich Abel (deutscher Epidemiologe)

„Wir haben eine Multimilliarden-Dollar-Industrie,
die aus reinem Gewinnstreben Menschen tötet.“

Glenn Warner (renomierter US-Krebsspezialist)

Bezeichnenderweise haben Krebsärzte, die ich gefragt habe, was sie tun würden, wenn sie Krebs
hätten, mir nach einigem Herumdrucksen gesagt, auf keinen Fall eine Strahlentherapie, die
verusacht zahlreiche Verbrennungen und bleibende Schäden, die nicht heilen, sondern mit der Zeit
immer schlimmer werden und letztendlich Sekundär-Krebs erzeugen. 18 Das Gleiche sagten die
meisten Ärzte über die Chemotherapie. Allerdings gab es einige Einschränkungen: Es käme auf den
Krebs drauf an und ob es sich um eine schonende Therapie mit Begleitsubstanzen wie Methadon,
DMSO (Dimethylsulfoxid) oder ähnlichem handelt, bei dem die Chemo auf ein Zehntel reduziert
werden kann. Da gäbe es gute Chancen für eine nachträgliche Heilung. Bei der Chemotherapie
handelt es sich um ein hoch wirksames Gift - das vorrangig Zellen abtötet, die sich schnell
vermehren - also Krebszellen, das aber auch Darmzellen und das Immunsystem verwüstet. Wenn
man in diesem Stadium Infektionen so z.B. eine Lungenentzündung bekommt, so ist dies häufig ein
Todesurteil. Weiter können Schäden an inneren Organen, jahrelange große körperliche Schwäche,
Übelkeit, Unfruchtbarkeit und viele weitere unangenehme Symptome auftreten. Zudem entwickeln
Krebszellen häufig eine Resistenz gegen das Gift. Am Besten kamen Operationen davon. Aber auch
sie sind nicht harmlos. Es besteht das Risiko, dass Millionen Krebszellen in den Blutkreislauf
gelangen und sich dadurch verstärkt Metastasen bilden. Auch besteht das Risiko für nachträgliche
Komplikationen. Doch in einigen Fällen, wenn der Patient droht zu sterben, bleibt nichts anderes
übrig, als ihn sofort zu operieren.

„Die moderne Medizin wird erst dann richtig wissenschaftlich sein,
wenn Ärzte und Patienten gelernt haben, die Kräfte ihres Körpers und Geistes in
Übereinstimmung mit der Heilkraft der Natur zu nutzen.“

René Dubos (Entdecker des Antibiotikums)

Aber, was wir wissen, ist, dass sich viele krebshemmende oder tötende Substanzen in Pilzen,
Kräutern, Gemüse und Obst verbergen, wenn sie biologisch angebaut wurden. Wenn möglichst
viele von ihnen gegessen werden, steigt die Überlebenschance. 19 Der „World Cancer Research
Fund“, das französische „Nationale Krebsforschungszentrum“ und elf europäische Länder kamen in
der „Hale-Studie“ zu dem Schluss, dass sich die Hälfte der Krebsfälle durch gesunde Ernährung

18 . Böhmer, D. et al.: Strahlen- und Hormontherapie.... Deutsches Ärzteblatt, 8.April 2016, S.239;
19 . Servan-Schreiber, D.: Das Anti Krebs Buch. Goldmann Verlag, 2012;

und ausreichend Bewegung verhindern lässt. Die Onkologen und Professoren Richard Béliveau und
Denis Gingros wiesen in ihrem Buch „Krebszellen mögen keine Himbeeren“ an Hand zahlreicher
Studien nach, dass beispielsweise Zwiebeln, Knoblauch, Olivenöl, Kurkuma, Beerenfrüchte, grüner
Tee und fetter Fisch Krebszellen bekämpfen. 20 Ebenfalls wirksam sind pflanzliche Extrakte aus
beispielsweise Moringa, Graviola, Aronia, Goji oder Warburgia Ugandensis Rindenextrakt, das am
Fraunhofer Institut entwickelt wurde. 21 Tumorzellen benötigen 20 – 30 mal mehr Zucker als
normale Zellen, um zu wachsen. Für diese Erkenntnis bekam Otto Heinrich Warburg den
Nobelpreis in Medizin. Verzichtet man auf Zucker lässt sich der Krebs aushungern. Das „Deutsche
Ärzteblatt“ berichtete darüber, das Frauen mit Brustkrebs, die über die Nachtzeit für mindestens 13
Stunden nichts aßen, den Krebs eindämmen konnten. 22 Zwar ist das Versprechen, dass sich der
Krebs mit der richtigen Ernährung heilen lasse, nach Ansicht von Hans Haune, Leiter des
Tumorzentrums München und der Arbeitsgemeinschaft „Ernährung und Krebs“ „hochgradig
unseriös“, aber es kann den Verlauf positiv beeinflussen, wenn Mangelernährungen beseitigt
werden. 23 Es gilt, alles, was unser Immunsystem stärkt, schwächt den Krebs. Und dazu gehört auch
die Psyche. Darüber schreibt Lawrence LeShan in seinem Buch „Psychotherapie gegen den Krebs“:
Unter normalen Umständen bekämpft unser Immunsystem, die tausenden Krebszellen, die sich
ständig in unserem Körper bilden oder sich im schlafenden Zustand befinden. Erst wenn das
Immunsystem gestört ist, kann sich der Krebs entwickeln: „Psychische Faktoren im Zusammenhang
mit dem Lebenswillen können dem Menschen unter bestimmten Umständen eine fast unglaubliche
Fähigkeit verleihen, mit Krankheit oder Belastung fertigzuwerden – oder ihn derart schwächen, dass
er stirbt.“ 24

„Heilung kann stets nur Selbstheilung sein.“
Helm Stierlin & Ronald Grossard Maticek (Prof. Dr.Dr. Instituts-Direktoren)

20 . Béliveau, R. et al.:Krebszellen mögen keine Himbeeren. Kindle Edition, 2016;
21 . Die Anwendung von pflanzlichen Sekundärstoffen in der Tumortherapie, Fraunhofer IZI, S.4-10;
22 . Gerste, R.D.: Lange nächtliche Nahrungskarenz senkt Rezidivrate. Deutsches Ärzteblatt, 30.Juni 2017,
S.A1318,1319;
23 . Ansgar, M.: Die Scharlatanerie mit Krebsdiäten. Spiegel-Online, 20.Mär 2015;
24 . LeShan, L.: Psychotherapie gegen Krebs. Klett-Cotta, 1999